Digitale Bildung mit System:
Wie das Erzbistum Paderborn seine Schulen zukunftsfähig macht
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Digitale Bildung mit System: Wie das Erzbistum Paderborn seine Schulen zukunftsfähig macht
Seit rund acht Jahren arbeiten der Schulträger Erzbistum Paderborn und Converge Germany zusammen, um die Digitalisierung an insgesamt 19 Schulen an 12 Standorten nachhaltig voranzutreiben. Was mit der Ausstattung von Lehrkräften mit iPad Geräten begann, hat sich inzwischen zu einer ganzheitlichen Digitalstrategie entwickelt, die Infrastruktur, pädagogische Konzepte, Support und Finanzierungslösungen gleichermaßen umfasst. Converge Germany unterstützt mit seinem 360°-Ansatz den Schulträger in allen Bereichen der Digitalisierung und die Zusammenarbeit wird sukzessive ausgebaut. „Besonders schätzen wir die Verlässlichkeit von Converge Germany und die Fähigkeit, schnell passende Lösungen zu finden – auch direkt vor Ort“, erklärt Benedikt Bohn, koordinierende Leitung für den Bereich Schule und Hochschule beim Erzbistum Paderborn.
Einheitliche Ausstattung und starke Infrastruktur
Alle 19 Schulen des Trägers arbeiten heute mit Apple Technologie. Insgesamt sind rund 11.000 iPad Geräte sowie etwa 700 Apple TVs im Einsatz. Die Lehrkräfte sind durchgängig ausgestattet, während bei Schüler*innen zunehmend eine 1:1-Ausstattung mit iPad Geräten umgesetzt wird – häufig ab Klasse 7 oder 8, in einem Gymnasium sogar bereits ab Klasse 5. Besonders wichtig ist dem Schulträger dabei die Chancengleichheit: Wenn eine Finanzierung durch Eltern nicht möglich ist, werden Leihgeräte zur Verfügung gestellt, sodass innerhalb eines Klassenverbundes alle mit einheitlichen Endgeräten arbeiten können.
Die Entscheidung für die Nutzung von Apple Technologie fiel bereits im Jahr 2018 – und hat sich bis heute bewährt. Aspekte wie Bedienungsfreundlichkeit, Verlässlichkeit, Wertstabilität sowie die gute Kompatibilität mit Präsentationstechnologien wie Apple TV bieten eine solide Grundlage für den Schulalltag. Ergänzt wird dies durch ein leistungsfähiges Mobile Device Management (MDM) und eine stabile Infrastruktur mit lokalen Serverlösungen. „Wir haben inzwischen ein sehr stabiles digitales Fundament geschaffen – infrastrukturell, organisatorisch und personell. Die nächste Phase der Digitalisierung wird weniger von technischen Fragestellungen geprägt sein, sondern davon, wie wir digitale Technologien didaktisch sinnvoll in den Unterricht integrieren. Digitale Medien dürfen kein Selbstzweck sein, sondern müssen einen echten Mehrwert für Lehren und Lernen bieten“, so Bohn.
Digitale Medien als Lernbegleiter – nicht nur Heftersatz
Digitale Endgeräte wie das iPad sind dabei weit mehr als ein Ersatz für analoge Materialien und im Schulalltag kommen zahlreiche Apps zum Einsatz. Mit Anwendungen wie Goodnotes wird eine zentrale Dokumentationsbasis geschaffen, während eine breite Palette an Apps kreatives und fachübergreifendes Arbeiten ermöglicht. Der Einsatz des iPad Gerätes im Unterricht ist vielfältig und reicht von Bewegungsanalysen im Sportunterricht über naturwissenschaftliche Simulationen und 3D-Modelle bis hin zur Medienproduktion mit Apps wie Keynote oder GarageBand. Auch die Classroom-App ist ein wichtiges Tool und hilfreiches Werkzeug für die Lehrkraft, um den Unterricht klar zu strukturieren, Aufmerksamkeit zu bündeln und digitale Lernphasen transparent und effizient zu begleiten. In einer 1:1-Ausstattung steht das iPad jederzeit bereit – Apps lassen sich spontan, fächerübergreifend und passgenau einsetzen, ohne den organisatorischen Aufwand einer Kofferlösung.
Mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung durch digitale Technologien
Eine 1:1-Ausstattung hilft auch dabei, dass Schüler*innen gezielt individuell gefördert werden können. Insbesondere die vielfältigen Bedienungshilfen der Apple Technologie unterstützen Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Beeinträchtigungen oder Förderbedarfen. Funktionen wie Vorleseoptionen, Vergrößerungen, Farbfilter oder unterstützende Schreib und Strukturierungshilfen ermöglichen einen barrierearmen Zugang zu Lerninhalten und fördern selbstständiges Arbeiten. So wird differenzierter Unterricht im Klassenverband erleichtert und ein wesentlicher Beitrag zu mehr Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Inklusion im Schulalltag geleistet.
Fortbildung als zentraler Hebel für nachhaltige Digitalisierung
Die flächendeckende Nutzung von iPad Geräten entfaltet ihren großen Mehrwert erst dann, wenn Lehrkräfte über die notwendigen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien verfügen.
Die kontinuierliche Qualifizierung der Lehrkräfte ist deshalb ein wesentlicher Baustein der Digitalstrategie des Erzbistums Paderborn. Bereits rund 200 Lehrkräfte aus vier Schulen haben an den Fortbildungsangeboten der Digitalakademie von Converge Germany teilgenommen. Neben klassischen Grundlagenschulungen, etwa zur Nutzung von Goodnotes und der Classroom App, wurden auch strategisch ausgerichtete Fortbildungen wie Readiness Checks oder das Fortbildungsformat Lernreise an ausgewählten Schulen durchgeführt. Die Fortbildungen unterstützen Schulen auch dabei, ihren individuellen digitalen Entwicklungsstand zu reflektieren, eine gemeinsame Vision zu entwickeln und konkrete nächste Schritte abzuleiten. Nach Abschluss der Pilotphase ist vorgesehen, die gewonnenen Erkenntnisse zu evaluieren und die erfolgreichen Formate schrittweise auf weitere Schulstandorte auszurollen, sodass künftig noch mehr Schulen von den Fortbildungsangeboten profitieren können.
Digitalpakt 2.0 und KI als nächste Entwicklungsstufe
Mit der Nutzung der Mittel aus dem Förderprogramm Digitalpakt 2.0 werden zusätzliche Impulse für die technische Weiterentwicklung erwartet. Die rasante Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz wirkt zudem als Beschleuniger bei allen Digitalisierungsvorhaben. Erste Anwendungen und Plattformlösungen kommen bereits zum Einsatz, doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Themen wie veränderte Lernprozesse, Prüfungsformate und Medienkompetenz werden künftig eine zentrale Rolle spielen. Perspektivisch ist deshalb geplant, dass auch verstärkt Fortbildungen zu Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz an den Schulen durchgeführt werden, um die Lehrkräfte gezielt auf kommende Herausforderungen vorzubereiten.
Partnerschaftlich zur nachhaltigen Digitalisierung
Das Erzbistum Paderborn zählt heute zu den führenden Schulträgern im Bereich Digitalisierung in der Region. „Mit einer stabilen IT-Infrastruktur, einem eigenen IT-Team für die Schulen sowie klaren strategischen Leitlinien sorgen wir dafür, dass die von uns betreuten Schulen digital gut aufgestellt sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden“, erklärt Carsten Schlemper, IT-Koordinator beim Erzbistum Paderborn. Die enge Partnerschaft mit Converge Germany trägt maßgeblich dazu bei, dass technische Innovation, pädagogische Weiterentwicklung und organisatorische Prozesse optimal ineinandergreifen. Die Digitalisierung im Erzbistum Paderborn zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Transformation im Bildungsbereich gelingen kann: durch eine klare Strategie, funktionierende Strukturen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Gemeinsam mit Converge Germany wurde ein leistungsfähiges Gesamtsystem geschaffen, das nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht wird, sondern auch zukünftige Entwicklungen aktiv gestalten kann – für eine moderne, chancengerechte und zukunftsorientierte Bildung.

